Alltag ohne Auto – Kirsten und das Yuba Mundo Steps

Veröffentlicht von Anna am

Kirsten und das Yuba Mundo Steps (Foto: Kirsten)

Wir haben Kirsten getroffen und uns ihr Yuba Mundo Steps angeschaut! Wieder ein Dortmunder Longtail. Jedoch ein besonderes, denn darauf haben tatsächlich drei Kinder Platz! Sieht kuschelig und gemütlich aus!

Hallo liebe Kirsten! Dein Alltag funktioniert autofrei! Danke, dass Du uns darüber erzählst. Was für ein Fahrrad fährst Du?

Das Electric Mundo Steps von Yuba

Warum dieses Modell? Welche Eigenschaften haben Dich überzeugt?

Ich war auf der Suche nach einem Rad, mit dem ich alle 3 Kinder transportieren kann und mich dennoch schnell und wendig im Stadtverkehr bewegen kann. Auch wichtig war mir, dass ich das Rad noch lange weiternutzen möchte, nachdem die Kinder dann hoffentlich auch alle einmal selber sicher Fahrrad fahren. Das sprach für mich gegen die Variante mit der Transportkiste.

Die relativ neue Variante des Yuba Mundo war da der absolute Volltreffer. J Das Fahrgefühl ist wirklich beeindruckend, da es sich wie ein „ganz normales“ Rad fährt.

Wozu nutzt Du das Rad hauptsächlich?

Ich fahre aktuell die Kinder morgens zur Kita. Nachmittags hole ich dann zusätzlich noch die Große mit aus der Schule. Auch alle anderen innerstädtischen Strecken werden jetzt ohne großes Überlegen mit dem Rad erledigt.

(Na gut, wenn es wirklich doll regnet, dann zieren wir uns noch ein bisschen… ;))

Was war die bisher größte Ladung, die Du transportiert hast?

Im Gesamt-Gewicht die 3 Kinder. Von der Sperrigkeit her habe ich einmal ein Paket abgeholt, von dem ich dachte, es wäre relativ kompakt. Es war dann aber leider sehr lang und schmal. Aber auch das konnte ich gut aufrecht befestigen und transportieren.

Optional können wir mit dem Rad auch noch ein weiteres Rad „abschleppen“, indem wir dessen Vorderrad in der Fußablage einrasten. Das hab ich allerdings noch nicht ausprobiert…

Was war die schönste Fahrt? Oder was findest Du an Deinen Fahrten besonders schön?

Ich mag die unkomplizierten Kurzstrecken genauso gern wie längere Radtouren, bei denen die Kinder mich anfeuern und immer „boost“ fahren wollen, um dann vor Freude zu kreischen…

Ist Dein Lastenrad denn wirklich ein Ersatz fürs Auto?

Für den Alltag ist es das definitiv. Weil ich nicht mehr groß überlegen muss, ob ich alles oder alle mitbekomme. Für den Urlaub mit 3 Kindern haben wir es allerdings noch nicht in Erwägung gezogen. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja irgendwann auch einen Fahrradurlaub geben…

Gab es auch schon negative Erfahrungen?

Bisher nicht.

Ein ganz großes Problem beim Lastenrad ist ja das sichere Abstellen. Wie hast Du das gelöst?

Wir haben das Glück, das Rad sehr unkompliziert in der Garage parken zu können.

Und die Infrastruktur für den Radverkehr in Dortmund? Wo siehst du Verbesserungsbedarf?

Der Ausbau der Radwege in wirkliche Fahrspuren wäre absolut wünschenswert. Aktuell hat man das Gefühl, dass man immer irgendwie zwischen Auto- und Fußgängerverkehr gequetscht fährt. Vor allem im innerstädtischen Wohnbereich werden Straßeneinmündungen und Überquerungen durch parkende Autos versperrt. Auch die sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder ist bei weitem noch nicht stadtweit vorhanden.

Eine Familien- und fahrradfreundliche Verkehrspolitik – wie sieht die für Dich aus?

Ein sicheres Radwegeverkehrsnetz, das auch ausreichend Sicherheit für fahrradfahrende Kinder bietet.

Generell die Umkehrung des Vorrangs von Autoverkehr zum Fußgänger- und Fahrradverkehr.

Höhere Anreize schaffen, damit Autos nicht mehr mit in die Innenstadt genommen werden müssen und der ÖPNV vermehrt genutzt wird.

Unkomplizierte Fahrradleihstationen, die bestenfalls ebenfalls über E-Bikes verfügen. (Die E-Roller hingegen finde ich leider eher störend in dem eh schon konkurrierenden Verkehrssystem.)

Gibt es sonst noch etwas zu sagen?

Ab auf die Räder!


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